Jobcenter und Sozialamt – Darlehen

Energieschulden. Kein Geld. Und nun?

Grundsatz jedweder staatlicher Hilfe ist es, dass der Hilfebedürftige zunächst versucht, sich selbst zu helfen.

Aus diesem Grund haben Ratenzahlungen, welche oft mit den Energieversorgern getroffen werden können, Vorrang vor anderen (insbesondere staatlichen) Leistungen.

Staatliche Hilfe möglich.

Manchmal jedoch ist es eben nicht möglich, eine solche Vereinbarung zu treffen. Auch andere Möglichkeiten, z.B. Geldleihe von Familie, Freunden, Bekannten, sind nicht mehr möglich. Alles ist verpfändet und es ist einfach kein Geld mehr übrig.

In solchen Fällen sollte unbedingt geprüft werden, ob das Jobcenter oder das Sozialamt die Energieschulden zur Abwendung einer Stromsperre übernehmen kann oder muss.

Hilfe in Form von Darlehen.

Die staatlichen Träger helfen dabei grundsätzlich (nur) in Form eines Darlehens, welches natürlich zurückgezahlt werden muss.

Steht man im laufenden Leistungsbezug, wird das Darlehen ab dem Folgemonat der Bewilligung zurück verlangt, meist in Form einer Aufrechnung gegenüber den monatlichen Leistungen (regelmäßig 30 % des maßgeblichen Regelbedarfs).

Zauberformel: Antrag stellen.

Auch wenn es seltsam klingt: Staatliche Behörden „können nicht riechen“, dass Sie Hilfe benötigen.

Eine Stellung eines Antrags auf ein solches Darlehen ist daher Voraussetzung dafür, dass eine Prüfung und ggf. Auszahlung erfolgt. Vergleichen Sie hierzu auch unser YouTube-Video. (Klick mich)

Die Antragstellung kann auch formlos bei dem Jobcenter oder Sozialamt, welches für Ihren Wohnort zuständig ist, erfolgen.

Tipp:
Stellen Sie den Antrag möglichst schriftlich oder jedenfalls unter Zeugen. Lassen Sie sich möglichst den Empfang durch die Behörde schriftlich quittieren.
Vergleichen Sie hierzu ebenfalls unser Beitrag zur Frage: „Der Briefkasten des Jobcenters. Ein schwarzes Loch?“ (Klick mich)

Die Behörde ist verpflichtet, Ihren Antrag anzunehmen. Verweigert sie dies, werfen Sie den Antrag unter Zeugen in den Briefkasten.

Nachfragen!

Fragen Sie bei der Behörde nach, wenn Sie mehr als eine Woche nichts zu Ihrem Antrag, noch nicht einmal eine Eingangsbestätigung, hören oder erhalten.

Die Mahnungsfristen vor einer Stromsperre sind kurz (vgl. Voraussetzungen für eine Stromsperre).

Nutzen Sie rechtliche Möglichkeiten.

Lehnt das Jobcenter Ihren Antrag ab oder reagiert gar nicht, nehmen Sie sofort weitere rechtliche Hilfe in Anspruch. Die Zeit drängt.

Oft muss erst ein sozialgerichtliches Eilverfahren eingeleitet werden, bevor eine Behörde einsieht, dass Hilfe zu leisten ist. Bleiben Sie höflich, aber ebenso hartnäckig und halten Sie durch!

Wenn Sie Hilfe benötigen …

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