Mahnkosten, Sperrkosten & Co.

Welche Kosten bringt eine Stromsperre mit sich?

Ein Unglück kommt selten allein.

Nein, es ist nicht genug, dass man nicht einmal die Kosten der Stromrechnung zahlen kann. Auch weitere Kosten türmen sich auf, gerät man erst einmal in Rückstand …

Verzug als Voraussetzung weiterer Kosten.

Zahlt man eine fällige Rechnung nicht, kommt man mit Ablauf der Fälligkeit, spätestens aber mit dem Mahnschreiben/Zahlungserinnerung, in Verzug.

Daraus entsteht dem Energieversorger weiterer Schaden, welchen er Ihnen gegenüber geltend macht und ersetzt verlangt.

Mahnkosten.

Regelmäßig werden Mahnkosten verlangt, welche also alleine deshalb anfallen, weil man Sie an die Zahlung erinnern muss.

Hierbei sind meist Euro 2,50 bis Euro 5,00 pro Mahnung zulässig. Manche Gerichte erlauben auch höhere Mahnkosten.

Allerdings gilt, dass nicht unendlich viele Mahnungen geschrieben werden dürfen, sondern nach 2-3 solcher Zahlungserinnerungen sind keine weiteren Kosten zu erstatten. Uns sind aber auch keine Energieversorger bekannt, welche mehr als 2-3 mal mahnen…

Zinsen.

Die Schulden sind ab dem Zeitpunkt des Verzugs mit Zinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz zu verzinsen. Höhere Zinsen können meist nicht geltend gemacht werden, es sei denn, der Energieversorger weist nach, dass ihm solche entstehen. Unabhängig davon, können die Forderungen allein durch die Zinsen schnell und heftig steigen.

Tipp:
Soviel Zinsen erhalten Sie auf keinem Sparbuch! Es lohnt sich schon aus diesem Grunde oft, evtl. Sparguthaben -so wertvoll sie sind, so mühsam sie angespart wurden- aufzulösen, um die Stromschulden zu zahlen.

Inkassokosten.

Betreibt der Energieversorger selbst die Eintreibung der Schulden, sind im Regelfall Inkassokosten hierfür nicht zu zahlen.

Anders sieht dies aus, wenn der Stromanbieter für solche Dienste ein externes Inkassobüro oder Rechtsanwalt einschaltet. Insbesondere bei gerichtlicher Geltendmachung gilt dann, dass die hieraus entstehenden Kosten des Inkassobüros oder die Gebühren des Rechtsanwalts zu ersetzen sind. Hinzu kommen dann noch weitere Gerichtsgebühren, Vollstreckungsgebühren usw.

Alleine hierdurch kann sich die später zu zahlende Schuld erheblich erhöhen.

Tipp:
Reagieren Sie bei Erhalt bereits der ersten Mahnung sofort! Schieben Sie nichts, aber auch gar nichts auf die lange Bank!

Sperrkosten. Entsperrkosten.

Kommt es später zu einer (rechtmäßigen) Stromsperre, darf und wird der Energieversorger auch hierfür sogenannte Sperrkosten geltend machen. Gleiches gilt für die Entsperrung der Stromversorgung.

Besonders zu beachten ist hierbei, dass der Energieversorger die Wiederherstellung des Stromanschlusses von der vorherigen (!) Zahlung der Sperr- und Entsperrkosten abhängig machen darf.

Kosten, welche höher als ca. Euro 50,00 für Sperrung oder Entsperrung angesetzt werden, sind hoch. Im Zweifel sollte der Stromanbieter aufgefordert werden, die Berechnungsgrundlage für diese Kosten vorzulegen. Hiermit kann dann geprüft werden, ob die Kosten zu hoch sind oder nicht.

Tatsächlich wird dies natürlich gerade bei bestehender Stromsperre nicht gerade förderlich für eine umgehende Freischaltung des Anschlusses sein.

Tipp:
Haben Sie Zweifel bzgl. der Höhe der Kosten, zahlen Sie insoweit nur „unter Vorbehalt der Nachprüfung der Kosten“. Dadurch teilen Sie dem Stromversorger mit, dass Sie Zweifel in dieser Hinsicht haben. Sie sollten dann umgehend Rat zu Hilfe ziehen, um die geltend gemachten Kosten zu prüfen und ggf. zu beanstanden.

Zusammenfassung.

Die Nichtzahlung von Energieschulden sowie die tatsächliche Sperre der Versorgung (und deren Entsperrung) ziehen einen Rattenschwanz an weiteren Forderungen der Energieversorger nach sich. Handeln Sie daher im Falle von Rückständen schnell!

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