Ratenzahlungen

Was es bei Ratenzahlungen zu beachten gibt.

Sind Schulden bei dem Energieversorger vorhanden, kann man versuchen, mit dem Energieversorger eine Ratenzahlung zu vereinbaren. Dies ist grundsätzlich auch möglich, wenn die Voraussetzungen für eine Stromsperre bereits vorhanden sind. Eine Kontaktaufnahme zu dem Energieversorger sollte bei Zahlungsschwierigkeiten sogar die erste Wahl sein, um die Probleme selbst lösen zu können.

Tipp:
Nehmen Sie bei Zahlungsproblemen so schnell wie möglich Kontakt zu Ihrem Energieversorger auf, um die Angelegenheit einvernehmlich zu klären. Spätestens mit Erhalt einer Mahnung/Zahlungserinnerung müssen Sie handeln!
Notieren Sie sich hierbei mit Datum, Uhrzeit und möglichst Namen, mit wem Sie auf Seiten des Energieversorgers gesprochen haben.

Ratenzahlung sollte erste Wahl sein.

Eine gute Ratenzahlungsvereinbarung stellt eine gute Möglichkeit dar, die Sache zu bereinigen. Im Rahmen der Prüfung, ob mildere Mittel zur Verfügung stehen, kann sie auch das Kriterium der Verhältnismäßigkeit hinsichtlich der Voraussetzungen für eine Stromsperre unter Umständen erheblich beeinflussen.

Ratenzahlung nicht auf Abschlagszahlungen.

Praktisch alle Energieversorger lassen sich bei Stromschulden hinsichtlich Abschlagszahlungen nicht auf Ratenzahlungen ein. Auf Schulden aus einer Jahresabschlussrechnung hingegen sind die Stromanbieter oft bereit, eine Vereinbarung zu treffen.

Dies hat auch einen guten Grund: Wer nicht nicht einmal die voraussichtliche Stromrechnung bezahlen kann, wird auch später evtl. Nachforderungen nicht zahlen können. Außerdem kann und sollte man sich auf Abschlagszahlungen bereits mit Rechnungserhalt einrichten und muss seine Finanzen entsprechend ordnen.

Hierzu verweisen wir auch auf unseren Beitrag „Vorbeugen“ (Klick mich).

Raten müssen bezahlt werden (können).

Bei aller Euphorie, dass der Energieversorger sich auf eine Ratenzahlung einlassen möchte, prüfen Sie, ob Sie diese auch wirklich bedienen können. Nichts ist schlimmer, als wenn später eine Ratenzahlung nicht erfolgt, weil man sich bei den monatlichen Belastungen überschätzt und kein Geld mehr zur Verfügung hat.

Seien Sie ehrlich gegenüber dem Energieversorger und sich selbst. Versprechen Sie Raten, von denen Sie wissen, dass Sie diese nicht einhalten können, kann dies auch strafrechtliche Konsequenzen haben…

6-Monats-Zeitraum.

Die meisten uns bekannten Energieversorger haben eine Regel, die besagt, dass Ratenzahlungen nur dann eingeräumt werden, wenn bestehende Schulden nach spätestens 6 Monaten vollständig (!) abbezahlt sind.

Durch eine einfache Rechnung können Sie also schon vorher prüfen, ob Sie evtl. Raten tatsächlich zahlen können.

Aber auch, wenn Sie vielleicht länger bräuchten … reden Sie mit Ihrem Energieversorger!

Worauf zahlen Sie die Raten? Klarstellung notwendig.

Sie haben eine Ratenzahlung erreicht? Hurra! Herzlichen Glückwunsch!

Bitte stellen Sie bei der Vereinbarung aber auch klar, welcher Betrag der zu zahlenden Summe auf welche Forderung des Stromanbieters wie anzurechnen sein soll.

Meist werden z.B. Mahngebühren, Kosten usw. in Rechnung gestellt. Bestimmen Sie nicht, wie die Zahlungen verrechnet werden sollen, werden diese zunächst auf Kosten und Zinsen angerechnet (§ 367 BGB). Erst wenn diese Positionen getilgt sind, wird auf die eigentlichen Stromschulden angerechnet.

Manchmal kann es daher besser sein, man einigt sich auf gleichmäßige Anrechnung oder vereinbart eine Ratenzahlung nur auf die Stromschulden und versucht, die anderen Kosten schnellstmöglich vorab zu zahlen.

Tipp:
Ach ja … fragen Sie bei der Ratenzahlung auch einmal nach, ob die Zinsen weiterlaufen oder evtl. für die Zeit der Ratenzahlung gestoppt werden können.

Und wenn es nicht klappt?

Nicht immer kann eine Ratenzahlungsvereinbarung getroffen werden. Dann sind Alternativen zu prüfen.

Solche können z.B. in Darlehen durch das Jobcenter bzw. Sozialamt bestehen. Hierzu bieten wir Ihnen weitere Informationen (Klick mich).

Zusammenfassung.

Eine gute Ratenzahlungsvereinbarung kann das Horrorszenario einer Stromsperre oft abwenden. Grundregeln sind aber zu beachten.

Prüfen Sie vor allem, ob die Ratenzahlungen Ihren finanziellen Verhältnissen entspricht und Sie diese leisten können.

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